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Schweizer Experten auf Insel Nias

Die optimale Verteilung der Hilfsgüter ist ein schwieriges Unterfangen.
Mittwoch, 30. März 2005
Bern - Drei Schweizer Experten sind am Morgen auf der Insel Nias vor Sumatra zu einer Abklärungs-Mission eingetroffen.
Die Schweiz wird zusätzlich noch eine zweiten Logistiker nach Medan auf der indonesischen Insel Sumatra schicken. Die drei Spezialisten hätten nach dem Seebeben in der grössten Stadt der Insel, Gunungsitoli, riesige Schäden festgestellt, sagte Jean-Philippe Jutzi, der Sprecher der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Die Schweizer Mission besteht aus einem Vertreter der Schweizerischen Roten Kreuzes SRK und zwei DEZA-Experten, darunter Daniel Beyeler, den Büro-Chef in Banda Aceh im Norden von Sumatra.

Zwischenhalt wegen schlechtem Wetter

Die drei sollten im Laufe des Tages Behörden-Vertreter treffen und Kontakt mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen NGO aufnehmen, um im Notfall die internationale Hilfe koordinieren zu können, sagte Jutzi.

Auf dem Hinflug von Bandah Aceh mussten zwei der Mitarbeiter bei Meulaboh einen Zwischenhalt einlegen, weil ihr Helikopter wegen der schlechten meteorolischen Bedingungen nicht mehr weiterfliegen konnte. Erst am Mittwochmorgen sei der Weiterflug möglich gewesen - der dritte Mitarbeiter sei in Meulaboh zugestiegen.

Zweiter Logistiker

Die Insel Nias 500 000 Einwohner, 150 km von Sumatra entfernt, war von dem Seebeben am meisten getroffen worden. Aber auch auf anderen Inseln, wie etwas Simeulue 80 000 Einwohner oder Banyak 5000 forderte der Erdstoss viele Opfer und richtete schwere Schäden an.

Die DEZA hat gemäss Jutzi ausserdem entschieden, einen zweiten Logistiker nach Medan auf Sumatra zu schicken. Ein DEZA-Mitarbeiter ist bereits vor Ort und damit beauftragt, Material zur Nothilfe, für die medizinische Versorgung und zur Wasseraufbereitung zu kaufen, das dann auf die Insel Nias geschickt werden kann.

Die Operation werde in Zusammenarbeit mit dem SRK und dem Indonesischen Roten Kreuz durchgeführt, sagte Jutzi.

rp/sda