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Schweiz schützt Vietnams Umwelt

Hanoi wächst rasant - und die Umwelt leidet.
Dienstag, 17. Juli 2007
Hanoi - Das rasante Wirtschaftswachstum in Vietnam hat negative Folgen für die Umwelt. Die Schweiz unterstützt deshalb ein Anreizsystem für Investitionen in umweltfreundliche Produktionstechnologien im Umfang von 5 Mio. Dollar.
«Die Schweiz misst der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung eine hohe Bedeutung zu», sagte Bundesrätin Doris Leuthard in Hanoi.

Im Beisein der Volkswirtschaftsministerin wurde mit Vertretern des Staatssekreatariats für Wirtschaft SECO und vietnamesischen Partnern ein Abkommen über grüne Kredite unterzeichnet.

Auf der vietnamesischen Seite handelt es sich um drei Banken und das Vietnam Cleaner Production Center VNCPC, das in der Technologischen Universiät von Hanoi angesiedelt ist.

Mit dem so genannten «Green Credit Trust Fund Vietnam» GCTF werden Anreize für Investitionen in umweltfreundliche Produktionstechnologien geschaffen.

Kredite über fünf Jahre

Der GCTF bietet den drei Banken eine 50-Prozent-Garantie für Kredite an KMU, die in solche Technologien investieren. Wenn diese zur Minderung der Umweltbelastung beitragen, werden bis zu 25 Prozent der Investitionskosten zurückerstattet.

Das VNCPC legt dabei Ziele und Indikatoren für die Messung der Reduktion der Umweltschäden fest. Auch die Messungen selbst macht das VNCPC, das von der Fachhochschule Nordwestschweiz beraten wird.

Die grünen Kredite werden von lokalen Banken über maximal fünf Jahre vergeben. Die Beträge reichen von 10'000 bis maximal 1 Mio. Franken.

Vietnam hat in den letzten zehn Jahren ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von über 7 Prozent pro Jahr erzielt. Dies hat eine zunehmende Belastung der Umwelt zur Folge, wie das auch in China zu beobachten ist.

rr/sda