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Schweiz macht bei Projekt um Multinationales Atommüll-Endlager mit

Unter anderem wird errechnet, wieviel radioaktiver Müll in ganz Europa anfällt.
Montag, 10. Mai 2004
Bern - Die Schweiz arbeitet an vorderster Front in einem EU-Forschungsprojekt für ein multinationales Atommüll-Endlager im Ausland mit. 14 Staaten sind am Projekt beteiligt, das seit Anfang Jahr läuft. Als möglicher Endlager-Standort wird Russland genannt.
Unter dem Titel SAPIERR sollen innert zweier Jahre die Grundlagen erarbeitet werden für ein multinationales Lager für langlebige und hochaktive Abfälle. Dabei wird unter anderem errechnet, wieviel radioaktiver Müll in ganz Europa anfällt.

Als Anteil an die Forschungskosten hat das Bundesamt für Bildung und Wissenschaft letzten Dezember rund 220 000 Franken gesprochen, wie dessen Informationschef Martin Fischer einen Bericht von Schweizer Radio DRS bestätigte. Das Geld floss im Rahmen des 6. EU-Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung.

Der Projektverantwortliche Charles McCombie vom Büro Arius mit Sitz in Baden AG sagte in dem Radiobeitrag: Das Ziel ist, die Rahmenbedingungen für ein eventuelles multinationales Endlager innerhalb des vergrösserten Europas irgendwann in Zukunft zu errichten.

An dem Projekt machen seitens der Schweiz auch ein Vertreter der Kernkraftwerke und ein Vertreter der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle Nagra mit. Die Nagra habe den Auftrag, auch nach internationalen Lösungen zu suchen, begründete ihr Präsident Hans Issler das Engagement.

Gemäss Homepage von Arius sind am Projekt SAPIERR Support Action: Pilot Initiative for European Regional Repositories 14 Staaten beteiligt: ausser der Schweiz, Italien, Österreich, Belgien, Niederlande, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Litauen und Lettland.

bert/sda