Mit diesem Entscheid gibt es ab 2013 insgesamt 15 Pärke von nationaler Bedeutung - deren 14 sind regionale Naturpärke, einer ist ein Naturerlebnispark. Ihre Gesamtfläche beträgt 4700 Quadratkilometer. Das sind rund elf Prozent der Schweizer Landesfläche. Die vier neuen Pärke umfassen rund 1473 Quadratkilometer.
Kantonale Richtpläne anpassen
Wie das Netzwerk Schweizer Pärke in einer Mitteilung präzisierte, verteilen sich die Pärke auf 71 Gemeinden in sechs Kantonen. Die Gemeinden haben sich alle demokratisch für eine Teilnahme ausgesprochen. In den Gebieten wohnen insgesamt über 123'000 Personen. Die vier neuen Pärke treten im kommenden Januar in die zehnjährige Betriebsphase ein.
Das BAFU hat die Naturpärke teilweise unter Auflagen gutgeheissen. So müssen für die Pärke Doubs und Beverin die kantonalen Richtpläne angepasst und durch den Bundesrat genehmigt werden.
Anwärter für Nationalpärke
Gemäss Einschätzung des Netzwerks wird die grösste Herausforderung für die Pärke in den nächsten Jahren darin bestehen, einen zweiten Nationalpark in der Schweiz zu schaffen. Vielversprechende Kandidaten seien die Naturpärke Adula GR/TI und Locarnese TI.
Für Nationalpark-Projekte gelten laut Netzwerk erhöhte Anforderungen. Sie müssten nicht nur in der lokalen Bevölkerung gut verankert sein, sondern auf die Unterstützung des gesamten Landes zählen können. Beide Pärke wollen ihre Gesuche voraussichtlich 2015 beim BAFU einreichen. Bis dann müsse die Bevölkerung darüber abgestimmt haben.
Jährlich zehn Millionen vom Bund
Dem Bund stehen seit Januar 2012 jährlich zehn Millionen Franken für die Förderung und Bekanntmachung der Schweizer Pärke zur Verfügung, wie das BAFU schreibt. Das Bundesamt hat zudem den gesetzlichen Auftrag, die Marke «Schweizer Pärke» bekannt zu machen. Deshalb ist im Mai die Infokampagne «Schweizer Pärke: Näher als man denkt» gestartet.
Die rechtlichen Grundlagen für die Schaffung von Pärken nationaler Bedeutung sind seit Dezember 2007 in Kraft. Das revidierte Natur- und Heimatschutzgesetz definiert die Parkkategorien. Seit 2008 hat das BAFU in fünf Eingaberunden Gesuche für die Verleihung des Park-Labels erhalten.
