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Schneekanonen: Nicht alle Bergbahnen machen Gewinn

Der Einsatz von Schneekanonen lohnt sich im Allgemeinen.
Mittwoch, 17. Dezember 2008
Lausanne - Der Einsatz von Schneekanonen lohnt sich finanziell im Allgemeinen für Bergbahnen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der ETH Lausanne. In tiefen Lagen tut aber fast die Hälfte der Unternehmen zu viel des Guten.
Kleine Bergbahnen in den tiefen und mittleren Lagen könnten die hohen Fixkosten der künstlichen Beschneiung schlecht kompensieren, teilte der Nationale Forschungsschwerpunkt Klima, in dessen Rahmen die Studie entstand, mit. Gerade für sie stelle die künstliche Beschneiung kein Wundermittel gegen die Klimaerwärmung dar.

Profit

Die Forscher untersuchten mit verschiedenen Modellen, wie sich die Beschneiung eines zusätzlichen Pistenkilometers in der Wintersaison 2003/04 auf die Erfolgsrechnung von Schweizer Bergbahnen ausgewirkt hätte. Berücksichtigt wurden rund 60 Unternehmen, die mehr als 15 Kilometer Skipiste betreiben.

Die Studie zeigt, dass rund 70 Prozent der Unternehmen von einer zusätzlichen Beschneiung profitiert hätten. Bei 30 Prozent hingegen hätten zusätzliche Investitionen den Reingewinn gedrückt. In tiefen und mittleren Lagen betrug dieser Anteil gar rund 40 Prozent.

Klimaerwärmung

Die Vorteile der Beschneiung hingen allerdings stark von der Art des Winters ab, sagte Studienautor Camille Gonseth auf Anfrage. Langfristige Prognosen seien schwierig: Die Klimaerwärmung sorge einerseits dafür, dass die Beschneiung - wegen steigender Temperatur - teurer werde. Die Zusatzeinnahmen würden wohl aber auch grösser.

sl/sda