Auch die wegen Lawinengefahr gesperrten Orte auf Tiroler Seite des Arlbergs, etwa St. Anton oder St. Christoph, waren am Samstag wieder sicher erreichbar. Dies entschieden die örtlichen Lawinenkommissionen.
Im Verlauf des Tages setzte dann aber wieder Schneefall ein. «Es kann durchaus sein, dass wieder gesperrt werden muss», sagte ein Sprecher des Nobelskiortes Lech am Arlberg.
Wegen umgeknickter Bäume und hoher Lawinengefahr waren landesweit Strassen gesperrt und Bahnverbindungen unterbrochen worden. Nahe dem Ort Kappl war am Freitag ein Taxi von den Schneemassen von der Strasse geschoben worden. Verletzt wurde niemand. Am Samstag wurde ein Skifahrer im Stubaital abseits der Pisten von einer Lawine verschüttet - er überlebte.
Zugverbindungen blockiert
Mehrere Zugverbindungen waren durch umgestürzte Bäume blockiert. Betroffen war unter anderen die Strecke zwischen dem Ötztal und Bludenz in Tirol, die Innsbruck und Wien mit der Schweiz verbindet, wie die staatliche Eisenbahngesellschaft ÖBB mitteilte. Probleme gab es auch bei der Stromversorgung. Zwischenzeitlich waren 1800 Haushalt ohne Strom.
Die Behörden wiesen auch am Samstag auf die Lawinengefahr hin. In Vorarlberg und Tirol galt eine Lawinengefahr der Stufe vier auf der fünfstufigen Skala. Daran werde sich voraussichtlich auch in den kommenden Tagen nichts ändern, hiess es. Bis Montag werden nach Angaben von Meteorologen noch einmal 80 Zentimeter Neuschnee erwartet.
