Ein Anwaltsgruppe reichte im Namen von Betroffenen und Angehörigen von bereits verstorbenen ehemaligen Arbeitern ein entsprechendes Dossier ein.
An einer Medienkonferenz unterstrichen die Anwälte, dass die Zahl der Personen, die insgesamt Anzeigen erstatten könnten, bis auf 1700 steigen könnte.
Die Unterlagen sollen dem Turiner Staatsanwalt Raffaele Guariniello übergeben werden, der wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
Das in Turin angestrebte Verfahren der Asbest-Opfer ist nicht das einzige in Italien. Vor dem Arbeitsgericht in Genua wurde eine ähnliche Aktion lanicert. Sie umfasst etwa 400 Kläger, darunter vor allem Opfer aus Sizilien. Ihre Forderungen belaufen sich auf rund 180 Millionen Franken.
Parallel dazu haben diese Arbeiter am Montag ihre Zustimmung zu einem Einigungsversuch gegeben. Ein Treffen der Anwälte beider Seiten ist auf den 7. Januar in Rom angesetzt.
Die ehemaligen Arbeiter von Eternit werfen dem Schweizer Unternehmen - dessen Filialen in Italien 1986 Konkurs anmeldeten - vor, verantwortlich zu sein für ihre Krebserkrankungen.
Thomas Schmidheiny hatte Eternit 1990 von seinem Bruder übernommen. Seit Ende 2003 ist er jedoch nicht mehr an der Firma beteiligt. Eternit wird derzeit von der Zuger BA Holding kontrolliert.
