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Sanierung der Reusswehr in Luzern

Das Überschwemmungsrisiko in Luzern soll fünf Mal kleiner werden.
Mittwoch, 25. Oktober 2006
Luzern - Mit dem Reusswehr in Luzern wird seit 1861 der Pegel des Vierwaldstättersees reguliert.
Jetzt soll es saniert und ausgebaut werden - inbesondere zum Schutz vor Hochwasser. Der Kanton Luzern präsentiert ein Projekt für 22 Millionen Franken.

Mit dem Ausbau des Reusswehrs wird die Abflusskapazität von heute 330 auf 430 Kubikmeter pro Sekunde erhöht. Damit wird das Überschwemmungsrisiko fünf Mal kleiner. Wenn das Projekt die politischen Hürden in allen fünf Uferkantonen des Sees nimmt, soll es bis 2010 realisiert werden.

Unterschiedliche Interessen

Wasser ist ein Segen - ausser wenn es in rauhen Mengen fliesst, wie im August 2005. Dann wollen die Obenliegenden es möglichst schnell loswerden. In den Augen der Untenliegenden dagegen sollten sie es möglichst bei sich behalten. Um Überschwemmungen zu verhindern.

Doch der Hochwasserschutz ist nur eines der Probleme beim Ausbau des Reusswehr. Tatsächlich gleicht der Versuch, alle Interessen unter einen Hut zu bringen, der Quadratur des Kreises: Naturschutz, Fischerei, Schifffahrt, Denkmalschutz und Energieproduktion in der Stadt Luzern.

Geteilte Kosten

Die Kosten von 22 Millionen Franken werden unter den fünf Uferkantonen des Vierwaldstättersees aufgeteilt LU 48 Prozent, SZ 16, NW 15, UR 13, OW 8. Man rechnet mit Bundesbeiträgen von rund 7,5 Millionen Franken. Das Projekt wird jetzt öffentlich aufgelegt. Auch die unteren Reusskantone Zug, Zürich und Aargau werden dabei einen genauen Blick in die Unterlagen werfen.

Nach dem Auflageverfahren kann die Luzerner Regierung über das Projekt entscheiden und es dem Grossen Rat zur Genehmigung unterbreiten. Gleichzeitig wird den andern Uferkantonen eine Interkantonale Vereinbarung über die Regulierung des Vierwaldstättersees IVRV vorgelegt.

bert/sda