Hansruedi Burgener, Bergführer und Wirt des Berggasthauses Bäregg, hatte alle Hände voll zu tun. Zahlreiche Schaulustige warteten in der «Bäregg» geduldig auf den Felssturz, wie er auf Anfrage sagte.
Bewegungen verstärkt
Von Donnerstag auf Freitag verstärkten sich die Felsbewegungen von 66 Zentimeter auf rund 92 Zentimeter pro Tag. Die Spalte oberhalb der Felsnase war laut dem Geologen Hans Rudolf Keusen auf rund fünf Meter angewachsen.
Der Geologe geht davon aus, dass der Felsen nicht als ganzer Block auf den unteren Grindelwaldgletscher stürzt, sondern sich beim Absturz in einzelne Brocken zerlegt.
Abbruch am Donnerstag
Der bislang grösste Abbruch mit rund 1000 Kubikmeter Fels wurde am Donnerstag registriert. Die dadurch ausgelöste Staubwolke zog über das Dorf von Grindelwald. Menschen und Gebäude sind aber nicht in Gefahr, da sich das Felssturzgebiet weit ausserhalb der Siedlungszone befindet.
Einzig die in der Nähe des unteren Grindelwaldgletschers gelegene Gletscherschlucht ist seit Tagen für Besucher aus Sicherheitsgründen gesperrt.
