Tropensturm «Rita» hatte sich am Dienstag in den warmen Küstengewässern vor Florida innerhalb von Stunden zu einem Hurrikan der Stärke 2 formiert.
Auf den Florida Keys peitschten hohe Wellen an Land, und die einzige Landverbindung, der Küstenhighway, wurde an manchen Stellen überflutet. Mehr als 100 000 Menschen wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.
Kuba war vorbereitet
Auch Kuba hatte unter dem Hurrikan zu leiden. Selbst die Strassen der Hauptstadt Havanna standen nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN nach den schweren Regenfällen unter Wasser. Die Insel hatte sich gründlich auf den Hurrikan vorbereitet.
Nach kubanischen Radioberichten wurden viele Tausend Menschen aus den gefährdeten Gebieten im Norden in Sicherheit gebracht. Die meisten kamen bei Verwandten und Nachbarn unter.
Auch hunderte von Herbergen dienten als Notunterkünfte. Aus niedriger gelegenen Bereichen wurden Vieh und Erntevorräte in höher gelegene Regionen gebracht. Über Opfer und grössere Schäden wurde nichts bekannt.
In den USA wird «Rita» voraussichtlich in der Nähe der texanischen Stadt Galveston das Festland mit einer drei Meter hohen Flutwelle erreichen. Der texanische Gouverneur Rick Perry rief am Dienstagabend Ortszeit den Notstand aus.
Zwangsevakuierung in Texas
Die Behörden von Galveston ordneten die Zwangsevakuierung an. Zuvor hatten Tausende von Menschen die Stadt freiwillig verlassen. In Galveston riss bereits am 8. September 1900 ein Sturm bis zu 8000 Menschen in den Tod.
Auch im Katastrophengebiet von New Orleans bereiten sich die Behörden darauf vor, dass der Hurrikan möglicherweise einen Bogen in Richtung Norden macht und die Stadt zum zweiten Mal innerhalb eines Monats trifft.
