Erneute Evakuierung
Angesichts der neuen Gefahr rief New Orleans Bürgermeister Ray Nagin die bereits in die Stadt zurückgekehrten Bewohner auf, die sich auf eine erneute Evakuierung einzustellen. Sollte der Sturm zu einer echten Bedrohung werden, werde noch am Mittwoch die Zwangsevakuierung beginnen.
Experten warnten, das geschwächte Deichsystem von New Orleans könne neuen heftigen Regenfällen im Anschluss an «Rita» nicht standhalten. Die Zahl der Toten durch «Katrina» lag am Mittwoch nach Angaben des US-Katastrophenschutzes bei 1035.
Stufe 5
Ähnlich wie «Katrina» gewann «Rita» in den warmen Küstengewässern im Golf von Mexiko stündlich weiter an Kraft. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami stufte «Rita» zum Hurrikan der Stufe 5 der so genannten Saffir-Simpson-Skala hoch. Der Sturm erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 265 Stundenkilometern.
Es wird erwartet, dass «Rita» voraussichtlich am Samstagmorgen mit einer bis zu sechs Meter hohen Flutwelle und schweren Regenfällen über Texas hinwegdonnert.
Präsident George W. Bush richtete am Mittwoch den dringlichen Appell an die Bevölkerung in den bedrohten Gebieten, sich auf die Flucht zu begeben. Der Gouverneur von Texas, Rick Perry, und die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, riefen den Notstand aus.
