Die Ölraffinerien in Texas und Louisiana stellen 23 Prozent der Gesamtkapazitäten in den USA dar. Zuvor hatte sich das US-Energieministerium «vorsichtig optimistisch» gezeigt, dass sich der Sturm nur geringfügig auf die Ölindustrie auswirken werde.
Raffinerien vor Betriebaufnahme
Zwar werde es noch längere Zeit dauern, bis die Raffinerien in Port Arthur wieder in Betrieb seien, sagte die republikanische Senatorin Kay Bailey Hutchison dem Fernsehsender ABC. Die meisten Anlagen im Süden von Texas dürften in den kommenden Tagen aber wieder laufen.
Derweil suchten Helfer an der Golfküste von Louisiana nach möglichen Opfern des Sturms. Armeehelikopter überflogen sieben kleine Fischer- und Bauerndörfer, die am stärksten von «Rita» betroffen waren. Sie retteten mit Helikoptern und Booten mehrere Hundert Menschen, die von dem rasch steigenden Wasser überrascht worden waren.
Zweites «Rita»-Todesopfer
Die US-Behörden bestätigten ein zweites Todesopfer durch «Rita». Im Bundesstaat Texas sei ein 79-jähriger Mann von einem Baum erschlagen worden, sagten Behördenvertreter am Sonntag Ortszeit.
Im Bundesstaat Mississippi war ein Mensch durch einen Tornado im Gefolge von «Rita» zu Tode gekommen.
Immer noch standen weite Landstriche unter meterhohem Wasser. Der Zugang zu vielen kleinen Ortschaften ist wegen der Überschwemmungen sowie umgestürzter Bäume und Strommasten nicht möglich. Rund zwei Millionen Menschen haben nach Angaben der Behörden keinen Strom.
