Experten gehen davon aus, dass der als B17B bekannte Eisberg sich aufspalten wird, sobald er in wärmere Gewässer gelangt. Die so entstehenden kleineren Eisberge könnten zu einer Gefahr für Schiffe werden.
Zehn Jahre unterwegs
Young zufolge ist der Eisberg Teil einer 400 Quadratkilometer grossen Platte, die sich vor rund zehn Jahren von der Antarktis abgespalten und dann die ungewöhnliche Route Richtung Norden eingeschlagen habe. Der Eisberg treibe seit rund einem Jahr im offenen Meer.
Für Wissenschaftler handelt es sich dabei um ein Jahrhundert-Ereignis. Erst kürzlich waren nahe der zu Australien gehörenden Macquarie-Inseln im Pazifik zwei grosse Eisberge gesichtet worden.
Mehr als 100 kleinere Stücke trieben in Richtung Neuseeland. Dieses Phänomen sei sehr ungewöhnlich, sagte Young. Allerdings könnte dies in Zukunft öfter vorkommen, sollte durch die Erderwärmung die Meerestemperatur ansteigen.

