Es gelte jetzt, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen, um dann möglicherweise aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union Hilfsmittel zu beantragen, sagte Scrates weiter.
Scrates wies zudem die in den vergangenen Wochen laut gewordene Kritik am Krisenmanagement der Behörden zurück. In diesem Jahr habe es eine effektiver Koordinierung des Kampfes gegen die Waldbrände gegeben.
Tapfere Feuerwehrleute
Der Ministerpräsident lobte vor allem auch den Einsatz der Feuerwehrleute, von denen viele wegen des Dauereinsatzes am Ende ihrer Kräfte sind. Rund 3400 Feuerwehrleute und 600 Soldaten waren am Montagabend im Kampf gegen die rund 30 Waldbrände im Einsatz.
Durch die Flammen seien in diesem Jahr mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die Zeitung "Pblico".
Eine Feuersbrunst frass sich am Montag auf breiter Front bis in die Aussenbezirke der alten Universitätsstadt Coimbra in Mittelportugal vor.
Etwa zehn Häuser und mehrere Autos gingen nach Angaben der Behörden in der Vorstadt Ceira in Flammen auf. In der Stadt wurde Katastrophenalarm ausgerufen.
Kampf geht weiter
In ganz Portugal kämpften die Löschmannschaften weiter gegen Waldbrände. Das Flammeninferno vernichtete nicht nur die Wälder im Norden und im Zentrum des Landes, sondern rückte auch auf grössere Städte vor.
Hilfe kam aus dem Ausland. Löschflugzeuge aus Frankreich und Spanien und Deutschland nahmen den Kampf gegen die Flammen auf.
Nach inoffiziellen Schätzungen brannten in diesem Jahr in Portugal 200 000 Hektar Wald- und Buschland nieder.
Apatisches Portugal
Dass es in Portugal mehr brennt als in den anderen EU-Staaten hat nach Ansicht der Zeitung "Pblico" auch mit der apathischen Haltung der Portugiesen zu tun: "Die Feuer zerstören unser Portugal. Aber wir stecken den Kopf in den Sand oder suchen allenfalls die Schuld bei ein paar verrückten Brandstiftern."
