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Philippinen: Erneute Bedrohung und Epidemie

Wegen dem verschmutzten Wasser droht auf den Philippinen nun auch noch eine Epidemie.
Sonntag, 18. Oktober 2009
Manila - Die Philippinen werden erneut von einem Taifun bedroht, der auf die Gebiete zusteuert, die bereits von den Tropenstürmen «Parma» und «Ketsana» verwüstet wurden. Zudem brach wegen verschmutzen Wasser eine tödliche Epidemie aus.
Wie das Gesundheitsministerium am Wochenende mitteilte, sind alleine in der Hauptstadt Manila seit Anfang Oktober mindestens 89 Menschen an der Infektionskrankheit Leptospirose gestorben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien nur 39 Menschen an der Krankheit gestorben, die sich in verunreinigtem Wasser rasch ausbreitet.

Der dramastische Anstieg sei den Überschwemmungen zuzuschreiben, sagte Gesundheitsminister Francis Duque. Die philippinischen Behörden verteilen derzeit nach eigenen Angaben Antibiotika an rund 1,3 Millionen Menschen, um die Epidemie einzudämmen.

Nach dem Durchzug der Tropenstürme «Parma» und «Ketsana» Ende September stehen Teile von Manila und angrenzende Gebiete unter Wasser. Die Stürme verursachten im ganzen Land Überschwemmungen und Erdrutsche; mindestens 818 Menschen starben.

Einwohner auf Evakuierung vorbereitet

Am Wochenende steuerte ein neuer gefährlicher Wirbelsturm die Philippinen an. Der Taifun «Lupit» stand am Sonntag vor der Nordostküste und hatte Geschwindigkeiten von 175 bis 210 Kilometern in der Stunde. Meteorologen fürchten, dass er denselben Weg nehmen könnte wie «Parma», der am 3. Oktober über die nördlichen Philippinen hereinbrach.

Die Katastrophenschutzbehörden transportierten Personal, Material, Nahrungsmittel und Medikamente in die nördlichen Provinzen, um möglichst schnell reagieren zu können. Einwohner, die an Hängen oder Flussläufen wohnten, wurden aufgerufen, sich auf Evakuierungen vorzubereiten.

fkl/sda