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Ozonloch über der Antarktis grösser als im Vorjahr

Nach jahrzehntelanger Beschädigung brauche die Ozonschicht vielleicht 50 Jahre um sich wieder zu erholen.
Dienstag, 16. September 2008
Genf - Das Ozonloch über der Antarktis ist auf eine Fläche angewachsen, welche jene des Vorjahres bei weitem übertrifft. In diesem Jahr formte sich das Loch später als in anderen Jahren.
Normalerweise sei der Höhepunkt der zerstörerischen Ausdehnung in der schützenden Ozonschicht Ende September oder Anfang Oktober feststellbar, wie die Weltorganisation für Meteorologie WMO am Dienstag bekanntgab.

In diesem Jahr sei die Ausdehnung des Lochs relativ spät eingetreten, hiess es. In den vergangen zwei Wochen habe sich das Loch über dem Südpol auf eine Grösse von 27 Millionen Quadratkilometer ausgedehnt, zwei Millionen Quadratkilometer mehr als 2007. Dies entspricht rund der halben Fläche der Europäischen Union.

Erholung in 50 Jahren

Nach jahrzehntelanger Beschädigung durch Chemikalien brauche die Ozonschicht vielleicht 50 Jahre um sich wieder zu erholen. Dies gab UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon anlässlich des Welttags der Ozonschicht bekannt.

Zum Schutz der Ozonschicht wurde das Protokoll von Montréal verabschiedet, welches die Unterzeichnerstaaten seit 1987 verpflichtet, die Nutzung von Ozon-schädlichen Produkten schrittweise zu reduzieren.

Als Hauptfeind des Ozons gelten Fluorkohlenwasserstoffe FCKW, die früher unter anderem in Kühlschränken und Klimaanlagen verwendet wurden. Sie sind sehr langlebig.

Die Ozonschicht filtert einen Grossteil der ultravioletten Strahlung aus, die beim Menschen Hautkrebs verursachen kann. Die Grösse des Ozonlochs über der Antarktis schwankt von Jahr zu Jahr. Der Rekordwert von 29,8 Mio. Quadratkilometern stammt aus dem Jahr 2000.

fest/sda