Derzeit bleiben die Ventile der Abdichtkappe verschlossen und der Druck steige nur langsam, sagte Suttles in einer Telefonkonferenz mit Medienvertretern. Dies sei «ein sehr gutes Zeichen».
Weitere Tests sollen Klärung bringen
Der Einsatzleiter der Regierung, Thad Allen, hingegen, sprach am Sonntag von möglichen Problemen. Belastungstests am neuen Zylinder auf dem Bohrloch hätten ergeben, dass der Druck nicht wie erwartet ansteige, teilte er in einer schriftlichen Erklärung mit.
Weitere Tests müssten nun Klärung bringen, sagte Allen. Er warnte vor bleibenden Schäden, wenn Öl aus der Steigleitung austrete. Am Samstag war die ursprünglich auf 48 Stunden angelegte Testphase um 24 Stunden verlängert worden, weil die Tests laut Allen «wertvolle Informationen» geliefert hatten.
Warten auf Entlastungsbohrungen
BP hatte am Donnerstag die drei Ventile des neuen Abdichtzylinders geschlossen. Damit schoss zum ersten mal seit dem Beginn der Ölkatastrophe vor drei Monaten kein Öl mehr aus der Quelle.
Die Tests sollten überprüfen, ob das Bohrloch und der Förderschacht dem Druck bei geschlossenen Ventilen standhalten oder das Öl an anderer Stelle ausläuft. Nach Angaben von BP-Vizechef Kent Wells gab es am Samstag keine Anzeichen für eine Beschädigung des im Meeresboden befindlichen Förderschachts.
US-Krisenkoordinator Allen sagte, der «endgültige Schritt» für den Stopp des Ölflusses seien die beiden Entlastungsbohrungen. Die Bohrungen haben sich nach BP-Angaben bereits bis auf eineinhalb Meter an den Förderschacht angenähert. Bis Mitte August soll die Quelle mit Zement versiegelt werden.
