In Nidwalden gingen wegen den heftigen Niederschlägen über 800 Rüfen nieder. Der Grundwasserspiegel erreichte mit 450 Meter über Meer einen Höchstwert, der Vierwaldstättersee lag während acht Tagen über der Schadensgrenze.
Versicherung deckt nicht alles
Die 47 Millionen Franken Schäden an privaten und öffentlichen Gebäuden und Mobiliar sind durch Versicherungen gedeckt. Von den 40 Millionen Schäden an Strassen, Wald, Landwirtschaft, Wasserbau und Kanalisation dürfte der Kanton dank einer Kostenbeteiligung des Bundes 16,5 Millionen Franken zu übernehmen haben.
Nidwalden geht davon aus, dass die Unwetter Folgeprojekte von rund 180 Millionen Franken auslösen werden. Es geht dabei vor allem um Massnahmen im Wald und im Wasserbau. Die Regierung reichte dem Bundesrat ein Gesuch um Sonderfinanzierung ein. Über erste Kredite wird der Landrat Parlament an seiner Dezembersession befinden.
Prävention wird notwendig
Nach Ansicht der Staatskanzlei wurde die Notwendigkeit der Hochwasserprävention eindrücklich belegt. So blieben Oberdorf, Stans, Buochs und Stansstad von einer Überflutung verschont. Wolfenschiessen und Ennetbürgen, wo die Schutzmassnahmen erst in der Projektphase sind, mussten beträchtliche Schäden hinnehmen.
