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Nidwalden beziffert Schäden auf 110 Millionen

In Nidwalden gingen wegen den heftigen Niederschlägen über 800 Rüfen (Erdrutsche) nieder.
Freitag, 21. Oktober 2005
Stans - Die Unwetter vom August haben in Nidwalden Schäden von 110 Millionen Franken angerichtet.
47 Millionen entfallen auf Gebäude und Mobiliar, 23 Millionen auf die Zentralbahn zb und 40 Millionen auf Flur- und Strassenschäden. Die Staatskanzlei legte einen ersten Zwischenbericht zu den Unwetterschäden vor. Demnach haben sich die Hochwasserschutzmassnahmen bewährt. Es gelte nun, weitere Ausbauabschnitte zu realisieren, schreibt die Staatskanzlei.

In Nidwalden gingen wegen den heftigen Niederschlägen über 800 Rüfen nieder. Der Grundwasserspiegel erreichte mit 450 Meter über Meer einen Höchstwert, der Vierwaldstättersee lag während acht Tagen über der Schadensgrenze.

Versicherung deckt nicht alles

Die 47 Millionen Franken Schäden an privaten und öffentlichen Gebäuden und Mobiliar sind durch Versicherungen gedeckt. Von den 40 Millionen Schäden an Strassen, Wald, Landwirtschaft, Wasserbau und Kanalisation dürfte der Kanton dank einer Kostenbeteiligung des Bundes 16,5 Millionen Franken zu übernehmen haben.

Nidwalden geht davon aus, dass die Unwetter Folgeprojekte von rund 180 Millionen Franken auslösen werden. Es geht dabei vor allem um Massnahmen im Wald und im Wasserbau. Die Regierung reichte dem Bundesrat ein Gesuch um Sonderfinanzierung ein. Über erste Kredite wird der Landrat Parlament an seiner Dezembersession befinden.

Prävention wird notwendig

Nach Ansicht der Staatskanzlei wurde die Notwendigkeit der Hochwasserprävention eindrücklich belegt. So blieben Oberdorf, Stans, Buochs und Stansstad von einer Überflutung verschont. Wolfenschiessen und Ennetbürgen, wo die Schutzmassnahmen erst in der Projektphase sind, mussten beträchtliche Schäden hinnehmen.

ht/sda