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Neue Umweltzonen in Berlin, Hannover und Köln

In Berlin gelten ab 1. Januar 2008 die Umweltzonen - auch für ausländische Besucher.
Sonntag, 30. Dezember 2007
Berlin - In den deutschen Grossstädten Berlin, Hannover und Köln werden ab 1. Januar Umweltzonen eingerichtet. Autofahrer dürfen die Stadtzentren dann nur noch mit farbigen Plaketten (grün, gelb oder rot) befahren. Dies gilt auch für ausländische Besucher.
Mit der Massnahme soll der krebserregende Feinstaub in der Luft verringert werden. Weitere deutsche Städte - vor allem in den Bundesländern Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen - wollen im Laufe des Jahres folgen. In Stuttgart, Mannheim und Tübingen ist die Einführung zum 1. März geplant.

Die Umwelt-Plakette, die an die Windschutzscheibe geklebt wird, kostet etwa fünf Euro. Wer ohne sie erwischt wird, dem drohen 40 Euro Bussgeld. Vor allem ältere Diesel-Fahrzeuge werden in den Umweltzonen nicht mehr fahren dürfen.

«Fingerspitzengefühl» bei Touristen

Auch auswärtige Besucher müssen sich die Umweltplaketten besorgen. Sie können unter anderem in Werkstätten, bei den Technischen Überwachungsvereinen TÜV, den Verkehrsämtern oder dem KFZ-Dienstleistungsunternehmen Dekra erworben werden.

Bei der Berliner Umweltverwaltung hiess es, dass besondere Ausnahmen für ausländische Touristen nicht geplant seien. Die Polizei sei aber angehalten, bei Touristen «mit Fingerspitzengefühl» vorzugehen, berichtete die Berliner Presse. In der deutschen Hauptstadt umfasst die Umweltzone das Gebiet innerhalb des S-Bahn-Rings.

Die Einführung der Umweltzonen ist in Deutschland nicht unumstritten. Der Allgemeine Deutsche Automobilclub ADAC will dagegen gerichtlich vorgehen.

tri/sda