In Frankreich, wo ein Verbot gelte, seien 90 Prozent der Konsumenten damit zufrieden, sagte de Buman. Achtlos weggeworfene Plastiksäcke seien zudem gefährlich für Fische sowie für Tiere, welche solche Säcke essen würden. Bereits im Jahr 2008 hatte de Buman mit einer Motion ein Verbot von Wegwerf-Säcken verlangt.
Doris Leuthard findet Umweltbelastung nicht erheblich
Bundesrätin Doris Leuthard stellte sich gegen ein Verbot. Sie sagte, dass die durch Plastiksäcke entstehende Umweltbelastung nicht erheblich sei. Ein Verbot wäre nicht verhältnismässig. Die Abfallentsorgung funktioniere in der Schweiz gut und die Kehrichtsverbrennungsanlagen müssten frei gesetzte Energie zur Produktion von Wärme und Strom nutzen.
Auch der Ressourcenverbrauch sei relativ klein, sagte Leuthard. Die rund 3000 Tonnen an Plastiksäcken entsprächen nur knapp einem halben Prozent des jährlichen Verbrauchs von rund 850'000 Tonnen Kunststoffen in der Schweiz. Ausserdem habe der Papiersack als Alternative in seiner Ökobilanz nicht nur Pluspunkte. So sei der Wasserverbrauch bei der Papierherstellung hoch.
