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Nanodiamanten deuten auf Meteoriten als Auslöser hin

Durch die Hitze und den Druck schmolzen die Eisschichten und Tiere wie der Mammut starben aus.
Montag, 5. Januar 2009
Washington - Winzige Diamanten lassen US-Forscher vermuten, dass vor 13'000 Jahren ein ganzer Schwarm von Kometen oder Meteoriten auf die Erde niederprasselte. Die Einschläge könnten zu einer Eiszeit und zu Massenaussterben geführt haben.
Doug Kennett von der Universität von Oregon und seine Kollegen fanden an sechs Orten in den USA und in Kanada winzige Diamanten in Erdschichten, die ungefähr 13'000 Jahre alt sind, wie sie in der Fachzeitschrift «Science» berichten. Diese Nanodiamanten entstehen bei hohen Temperaturen und hohem Druck, wie sie beim Einschlag von Meteoriten auftreten.

Klimaveränderung

Für die Forscher ist der Fund ein Hinweis darauf, dass vor rund 13'000 Jahren ein ganzer Schwarm von Kometen oder Meteoriten die Erde traf. Die Diamanten hätten sich nur in einer dünnen Sedimentschicht befunden, sagte Kennett, frühere und spätere Schichten seien diamantfrei.

Kennett glaubt, dass die Einschläge für eine Eiszeit verantwortlich sind, die zu dieser Zeit begann und rund 1300 Jahre andauerte. Die Hitze und der Druck hätten einen Teil der Eisschicht in Grönland geschmolzen, was die Meeresströmungen beeinflusste und das Klima rapide veränderte.

Aussterben von Tieren

Diese als Jüngere Dryas bekannte Kaltzeit hatte laut den Forschern riesige Konsequenzen für Tiere und Pflanzen: Sie brachte Tiere zum Aussterben wie den Säbelzahntiger, nordamerikanische Mammuts oder das Riesenfaultier. Auch die Clovis-Kultur der amerikanischen Ureinwohner scheint in dieser Zeit untergegangen zu sein.

sl/sda