Grund für die Startverschiebung sind nach Angaben der Tageszeitung «Florida Today» die neuesten Wetterdaten über «Ernesto». Danach wird der Tropensturm wieder Hurrikan-Stärke erreichen. Zudem soll er näher am Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida vorbeiziehen als bislang angenommen.
Zeitplan gefährdet
Der gesamte Zeitplan der NASA gerät durch die Startverschiebung in Gefahr. Der bisherige Zeitrahmen sah vor, dass der Space-Shuttle bis spätestens 7. September startet.
Bei einem späteren Start der «Atlantis» müsste die russische Raumfahrtbehörde ihren für den 14. September geplanten Start der «Sojus»-Kapsel mit der neuen Langzeitbesatzung für die Internationale Raumstation ISS ebenfalls verschieben. Der ursprüngliche Termin am Sonntag war wegen eines Blitzeinschlags in die Rampe verschoben worden.
Arbeit an der ISS
Die sechs Besatzungsmitglieder der «Atlantis» - fünf US-Amerikaner und ein Kanadier - sollen die Arbeiten an der halbfertigen Internationalen Raumstation ISS wieder aufnehmen. Diese sind seit der «Columbia»-Katastrophe vor drei Jahren ausgesetzt.
Den Vorschriften zufolge muss ein Shuttle zwei Tage vor dem vorhergesagten Auftreten von Winden mit einer Stärke von mehr als 93 Kilometer pro Stunde in Sicherheit gebracht werden. Auf den Golf von Mexiko bewegt sich jedoch «Ernesto» mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometer pro Stunde zu.
