Die Wetterdienste sagten voraus, dass es bis Montag weiter "mittelmässige bis starke" Niederschläge geben werde.
Die Monsunregen hatten vor einer Woche eingesetzt. Nach Angaben des Wetteramtes waren in Bombay allein von Dienstag bis Mittwoch mehr als 94 Zentimeter Regen gefallen - soviel wie nie zuvor an einem einzigen Tag.
Flugverkehr gestoppt
Am Flughafen von Bombay wurden zeitweise alle Starts und Landungen abgesagt, auch die Fernverkehrszüge wurden gestoppt.
130 000 städtische Bedienstete waren im Einsatz, um die Schäden der schwersten Monsun-Katastrophe in der indischen Geschichte zu beseitigen.
Mit Bulldozern, Kränen und blossen Händen bemühten sich die städtischen Einsatzkräfte und die Bewohner der 15-Millionen-Stadt, Schutt und Schlamm wegzuräumen. Unter den Schlamm- und Trümmermassen wurden weitere Vermisste vermutet.
Demonstrationen
Rund 10 000 Bürger protestierten gegen die schlechte Wasserversorgung und die seit fünf Tagen anhaltende Stromsperre.
Die Bemühungen um eine Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser würden durch die jüngsten Regenfälle erschwert, sagte der städtische Beauftragte Johny Joseph.
Für alle Angestellten der Stadt Bombay sei ein Urlaubsverbot verhängt worden. Sämtliche verfügbaren Tanklastwagen seien im Einsatz, um Trinkwasser herbeizuschaffen.
Die Gesundheitsbehörden trafen Vorsichtsmassnahmen, um den Ausbruch von Epidemien durch verseuchtes Wasser zu verhindern.
