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Millionenschäden nach Gewitter vom Donnerstag

Allein der Kanton Freiburg rechnet mit Gebäudeschäden von 5 Mio. Franken.
Freitag, 22. Juni 2007
Bern - Die Unwetter vom Donnerstag haben in der Schweiz grosse Schäden angerichtet und Kosten von weit über 100 Millionen Franken verursacht. In den Schadengebieten sind die Aufräumarbeiten im vollen Gange. Sie werden noch Tage und Wochen andauern.
Die Schweizer Hagelversicherung schätzt die durch sie gedeckten Schäden landesweit auf 15 Millionen Franken. Allein im Kanton Bern richtete die Gewitterfront vom Donnerstag Gebäudeschäden von 45 Mio. Franken an; laut der Gebäudeversicherung wurden rund 3000 Gebäude beschädigt.

Die Schweizerische Mobiliar spricht ihrerseits von 50 Mio. Schaden landesweit. 1800 Meldungen gingen bei ihr ein. Es geht dabei ebenfalls um Gebäudeschäden sowie Hausrat und Betriebsunterbrüche.

Armeeeinsatz im Kanton Schwyz

In den Schadengebieten wurde intensiv aufgeräumt. In Lyss BE waren rund 70 Angehörige von Feuerwehren und Zivilschutz im Einsatz. In der Nacht hatte die Armee mit schwerem Gerät beim Leerpumpen von Einstellhallen geholfen.

Auch in den Schadengebieten des Oberaargaus halfen mehrere Dutzend Zivilschutzangehörige beim Bewältigen der Schäden. Und auch in den Unwettergebieten des Kantons Schwyz wurden am Freitag mit Hilfe der Armee die Aufräumarbeiten fortgesetzt.

In Unteriberg SZ muss das Wasser weiter abgekocht werden. In zwei Ortschaften fiel auch am Freitag der Schulunterricht aus.

Zwischen den beiden Freiburger Dörfern Léchelles und Cousset kam es am Nachmittag zu einem Erdrutsch. Der Bahnbetrieb zwischen Payerne VD und Grolley VD musste eingestellt werden.

Windgeschwindigkeiten bis zu 115 km/h

Am Donnerstag war eine heftige Gewitterfront über die Schweiz gezogen. Keller und Strassen wurden überflutet, Zugstrecken und Autobahnen waren unterbrochen. Die Gewitter brachten zwischen 30 und 60 Millimeter Regen, vielerorts auch Hagel.

Nach Angaben von MeteoSchweiz wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometer pro Stunde gemessen. Besonders stark betroffen waren die Kantone Schwyz und Bern sowie die Romandie.

smw/sda