Im Anschluss an das Treffen mit dem Tenno präsentierte Merkel auf einem Wirtschaftssymposium ein Modell für die bis 2009 anstehenden Klimaverhandlungen. Dabei will die deutsche Regierungschefin weltweit verbindliche, konkrete Klimaschutzziele erreichen.
Es sei nicht ausreichend, wenn jeder beteuere, er gebe sich «so viel Mühe wie er kann». Nötig seien «qualifizierbare Reduktionsziele» für das Treibhausgas Kohlendioxid CO2.
CO2-Ausstoss pro Kopf in den Schwellenländern
Merkel brachte erstmals öffentlich einen Vorschlag für die Begrenzung des Schadstoffausstosses der Schwellenländer wie China und Indien ins Gespräch. Ziel sei, dass langfristig jeder Mensch des Planeten die gleiche Menge an CO2 produzieren darf.
Nach den Worten der Kanzlerin soll damit zugleich festgehalten werden, dass der CO2-Ausstoss pro Kopf in den Schwellenländern niemals höher sein soll als in den klassischen Industrienationen.
Die Industrieländer hätten es dann in der Hand, möglichst weit mit ihrem Energieverbrauch zurückzugehen, was auch das Absinken des CO2-Ausstosses pro Kopf der Bevölkerung nach sich ziehen würde.
