Im Indischen Ozean soll nun ein Tsunami-Frühwarnsystem aufgebaut werden. Das beschloss ein Krisengipfel in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Die Asiatische Entwicklungsbank habe angedeutet, dass sie eine Machbarkeitsstudie finanzieren wolle. Spitzenpolitiker aus 26 Ländern, Vertreter der UNO und der EU sowie Repräsentanten von Hilfsorganisationen beteiligten sich am Koordinationstreffen in Jakarta.
Kinder im Mittelpunkt
UNO-Generalsekretär Kofi Annan rief die internationale Gemeinschaft zudem auf, zugesagte Hilfsgelder zügig zu überweisen. Innerhalb der nächsten sechs Monate werde knapp eine Milliarde Dollar gebraucht, um die humanitäre Not zu lindern.
Bei ihrem Hilfseinsatz rücken viele Organisationen den Schutz und die Hilfe für Kinder in den Mittelpunkt. Wir sind gewarnt und müssen sehr wachsam sein, welche Menschen sich in den Kinder-Notunterkünften herumtreiben, sagte Claudia Berker von terre des hommes Deutschland.
Die Organisation riet von Adoptionen aus den Katastrophengebieten Asiens ab: Es möge gut gemeint sein, Kinder durch eine Adoption in Sicherheit zu bringen. Doch eine intensive Prüfung des persönlichen Hintergrunds sei in der derzeitigen Lage kaum möglich.
