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Massnahmen für eine bessere Luft im Tessin

Die Tessiner sollen deutlich weniger Ozon, Feinstaub und Stickoxide einatmen.
Donnerstag, 8. Juni 2006
Lugano - Mit einem 57 Punkte umfassenden Massnahmenkatalog will das Tessiner Umweltdepartement die Luftqualität im Südkanton verbessern.
Bis im Jahr 2016 sollen die Tessiner deutlich weniger Ozon, Feinstaub und Stickoxide einatmen als heute.

Der Luftsanierungsplan sieht die Einführung von Partikelfiltern und modernen Katalysatoren für Fahrzeuge und Heizungen vor. Daneben soll der aktuelle Schadstoffausstoss durch finanzielle Anreize deutlich reduziert werden. So soll für umweltfreundliche Autos in Zukunft eine weniger hohe Motorfahrzeugsteuer erhoben werden.

Auch Massnahmen wie Tempo 80 bei Smogalarm im Winter und im Sommer sind in dem Katalog enthalten, den das Umweltdepartement bei Gemeinden und Verbänden in die Vernehmlassung geschickt hat.

Unterstützung durch den Bund

Etliche der Massnahmen wie beispielsweise die Filterpflicht für Dieselfahrzeuge lägen jedoch nicht in der Kompetenz des Kantons, sondern des Bundes, sagte Umweltdirektor Marco Borradori Lega am Donnerstag in Bellinzona vor den Medien.

Die Luftqualität sei im Tessin in den vergangenen fünfzehn Jahren konstant verbessert worden. Allerdings würden die Grenzwerte für Ozon, Feinstaub und Stickoxide nach wie vor oft überschritten.

bert/sda