Die Vorrichtung ersetzt eine am Wochenende entfernte Absaugglocke, mit der es nicht gelungen war, das gesamte Öl aus der lecken Leitung abzupumpen. Sobald die neue Apparatur festgeschraubt ist, will BP mit Belastungstest beginnen. Diese sollen zwischen sechs und 48 Stunden dauern.
Kann die Bohrleitung geschlossen werden?
Spätestens am Donnerstag soll sich dann zeigen, ob der neue Versuch zur Eindämmung der Ölpest erfolgreich war und das Öl tatsächlich vollständig abgesaugt oder die Bohrleitung auf diese Weise sogar verschlossen werden kann.
Die BP-Plattform «Deepwater Horizon» war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken. Dies verursachte die grösste Ölkatastrophe in der US-Geschichte, das ausströmende Öl bedroht vor allem die Ökosysteme im Golf von Mexiko und an den Küsten im Süden der USA. Immer wieder scheiterten bislang die Versuche, die Katastrophe einzudämmen.
Moratorium für Tiefseebohrungen
Nach einer Gerichtsentscheidung gegen einen Öl-Bohrstopp im Golf von Mexiko erliess die US-Regierung ein erneutes Moratorium für Tiefseebohrungen. US-Innenminister Ken Salazar erklärte in Washington, es werde bis zum 30. November keine weiteren Tiefseebohrungen geben.
Dies sei «notwendig und angemessen», um die Bevölkerung, die Küstenregion und die Natur am Golf von Mexiko vor den Risiken solcher Förderungen zu schützen. Als Begründung führte Salazar an, dass es der Industrie bislang nicht gelungen sei, die Ende April verursachte Ölpest in den Griff zu bekommen.
