Das schwerste Lawinenunglück ereignete sich am 3. Januar am Drümännler im Diemtigtal im Berner Oberland. Bei zwei Lawinen wurden 14 Skitourenfahrer und Retter verschüttet. Sieben von ihnen, darunter ein Rega-Rettungsarzt, fanden den Tod. 20 von den total 28 Lawinentoten waren Touren-Skifahrer. Am meisten Tote 17 gab es bei erheblicher Lawinengefahr, der dritten von fünf Gefahrenstufen.
Letzter Winter war etwas gefährlicher
Die Verteilung der Gefahrenstufen zeigte, dass der letzte Winter etwas gefährlicher war als ein durchschnittlicher. Die Schneehöhen waren meist unterdurchschnittlich, die Temperaturen von Dezember bis Mitte März besonders tief, und wiederholt regnete es bis in hohe Lagen. All diese Faktoren führten laut SLF zu einem heiklen Aufbau der Schneedecke mit ausgeprägten Schwachstellen.
Überdurchschnittlich viel Schnee lag nur im Oberengadin sowie in den höheren Lagen der Bündner Südtäler. Deutlich unter dem Schnitt waren die Schneehöhen in den mittleren Lagen des Alpennordhangs.
