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Lawine verschüttet Strasse im Bedretto-Tal

Die Neuschneemengen waren beträchtlich.
Dienstag, 28. April 2009
Bern/Locarno/Airolo - Ein später Wintereinbruch hat seit Montagmorgen die südlichen Landesteile der Schweiz heimgesucht. In einigen Gebieten des Tessins und des Wallis fiel der Neuschnee auf bereits schneefreies Gelände. Im Bedretto-Tal wurde die Kantonsstrasse verschüttet.
Die Lawine ging in der Nähe des Dorfes Ronco nieder. Rund 10'000 Kubikmeter Schnee donnerten ins Tal. Verletzt wurde niemand; Häuser wurden ebenfalls keine beschädigt. Die Strasse Richtung Nufenen-Pass war bereits am Montag wegen Lawinengefahr geschlossen worden.

Im westlichen Tessin, im Simplongebiet, Oberwallis und den Walliser Südtälern fielen bis Dienstag früh ab rund 1500 Meter über Meer bis zu 70 Zentimeter Neuschnee. Die Lawinengefahr in diesen Gebieten ist gross.

Bahnverkehr eingestellt

Wegen des Schnees wurde der Bahnverkehr im Goms zwischen Niederwald und Oberwald am Morgen eingestellt. Die Züge verkehrten von Visp bis Niederwald und von Oberwald bis Andermatt/Göschenen/Disentis.

Die Neuschneemengen fielen beträchtlich aus: In Simplon-Dorf auf 1460 Metern über Meer wurden 67 Zentimeter gemessen, wie bei MeteoSchweiz zu erfahren war. In Evolène VS 1825 m ü. M. waren es 42 Zentimeter, in Zermatt 1600 m 30, in Ulrichen 19 Zentimeter.

Starker Regen

In tieferen Lagen dieser Landesteile ging starker Regen nieder. Die grössten Niederschlagsmengen mass Ulrichen mit 93 Litern pro Quadratmeter. In Visp gingen 88,9 Liter nieder, ein hoher Wert für diese Ortschaft, wie es bei MeteoSchweiz hiess.

Der Pegel des Langensees stieg innerhalb von 24 Stunden um rund einen Meter an. Exponierten Uferzonen droht eine Überschwemmung.

fest/sda