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Kyoto-Ziele: Luxemburg und Österreich weit entfernt

Stavros Dimas spricht von «ermutigenden» Werten.
Mittwoch, 18. Juni 2008
Brüssel - Spanien, Luxemburg und Österreich sind innerhalb der Europäischen Union am weitesten von ihren im Kyoto-Protokoll festgehaltenen Klimaschutzvorgaben entfernt.
Dies geht aus aktuellen Zahlen der europäischen Umweltagentur hervor, welche die EU-Kommission in Brüssel veröffentlichte.

In Österreich hat sich der Ausstoss an Treibhausgasen gegenüber dem Referenzjahr 1990 bis 2006 um 15,2 Prozent erhöht, nach dem Kyoto-Protokoll muss Österreich aber bis 2012 ein Minus von 13 Prozent erreichen.

In Spanien stieg der CO2-Ausstoss gegenüber 1990 sogar um 49,5 Prozent. Nach dem Kyoto-Protokoll dürfte das Land bis 2012 aber nur 15 Prozent mehr Treibhausgase ausstossen.

Weniger Emissionen als 1990

In Luxemburg blieb der CO2-Ausstoss mit 1,2 Prozent nahezu konstant, während das Kyoto-Ziel ein Minus von 28 Prozent vorschreibt.

Auch Dänemark liegt mit einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber 1990 noch weit vom Kyoto-Ziel von minus 21 Prozent entfernt.

Die Emissionen der 15 alten EU-Mitgliedstaaten insgesamt lagen um 2,7 Prozent unter dem Wert von 1990. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas begrüsste dies als «ermutigend».

Der Emissionsanstieg in den meisten neuen EU-Mitgliedstaaten sei aber «nicht hilfreich», fügte er hinzu.

rr/sda