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Kuba akzeptiert erstmals US-Hilfe

Der Hurrikan Wilma richtete in Kuba grosse Schäden an.
Freitag, 28. Oktober 2005
Washington - Kuba hat nach den schweren Schäden durch Hurrikan «Wilma» erstmals Hilfsleistungen aus den USA akzeptiert.
Jede Unterstützung werde jedoch durch unabhängige und nichtstaatliche Hilfsorganisationen geleistet. Nach der «kollektiven Erinnerung» im Aussenministerium sei es das erste Mal, dass das kommunistische Kuba Hilfsleistungen aus den USA angenommen habe, sagte McCormack.

Zunächst sollen drei Mitarbeiter der US-Entwicklungshilfebehörde USAID nach Kuba fliegen, um sich vor Ort einen Überblick zu verschaffen, welche Art von Hilfe notwendig ist.

Keine diplomatischen Beziehungen

Kuba und die USA unterhalten keine formellen diplomatischen Beziehungen, sondern haben jeweils Interessenbüros in der Schweizer Botschaft in Havanna und Washington. Ein US-Handelsembargo gegen Kuba ist seit Jahrzehnten in Kraft.

Wegen «Wilma» haben die USA nun ein Soforthilfeprogramm für die kubanische Bevölkerung per diplomatischer Note angeboten. Laut McCormack nahm Kuba die Offerte ebenfalls per diplomatischer Note und nur einen Tag nach Eingang des Schreibens aus Washington in Anspruch.

Nach Hurrikan «Katrina» und der folgenden Flutkatastrophe von New Orleans Ende August hatte die kubanische Regierung den Betroffenen im Süden der USA Unterstützung angeboten. Die USA hatten jedoch abgelehnt.

ht/sda