Untersuchungen hätten eindeutig gezeigt, dass erhöhte CO2-Werte den Eiweiss- und Nährstoffgehalt in den Blättern reduzieren.
Um dennoch überleben zu können, müssten die Koalas und eine Reihe anderer Tiere, die sich hauptsächlich von Eukalyptus ernähren, künftig wesentlich mehr Blätter zu sich nehmen.
Nicht nur Koalas betroffen
«Die Hauptnahrungsquelle der Koalas verwandelt sich in Leder», erklärt Bill Foley von der Australian National University. Von dieser Gefahr seien nicht nur die Koalas betroffen.
«Dies ist eine sehr bezeichnende Entwicklung, die entscheidende Einflüsse auf eine Reihe von beuteltierähnliche Tierarten hat», stellt Foley fest.
Für alle diese Tiere werde das Leben in Zukunft extrem schwierig werden. «Die Nahrungsmittelkette der Koalas ist sehr fein ausbalanciert. Jede noch so kleine Veränderung kann unglaublich ernste Konsequenzen haben», warnt Ivan Lawler von der James Cook University.
Schon einmal fast ausgerottet
Der Koala gilt in Australien schon länger als bedrohte Tierart. So waren es die Jäger, die in den 20er-Jahren mit ihrer Gier nach Koala-Fellen das Tier schon einmal an den Rand der Ausrottung gebracht hatten.
In jüngerer Vergangenheit hatte dann der zunehmende Rodungsbau in Australien den Lebensraum der Tiere bedrohlich eingeschränkt. Laut Angaben der Australian Koala Foundation wird die Zahl der wildlebenden Koalas mittlerweile auf weniger als 100'000 Tiere geschätzt.
Zu Beginn der europäischen Besiedelung waren es noch mehrere Millionen.
