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Klirrende Kälte in der Schweiz

Das Engadin hat mit sibirischen Temperaturen zu kämpfen.
Samstag, 27. Dezember 2008
Bern - Väterchen Frost hat die Schweiz in der Nacht fest im Griff gehabt. Im Mittelland herrschten weitherum Minustemperaturen zwischen 3 und 5 Grad. Dämpfend wirkte der Hochnebel. Wo er nicht lag, wurde es wesentlich kälter.
Das war vor allem gegen die Alpen hin der Fall, wie bei MeteoSchweiz zu erfahren war. So mussten Nachtschwärmerinnen und -schwärmer in Chur bei minus 7 Grad von einem warmen Ort zum andern hasten. Auch in Visp sank das Thermometer ohne schützende Nebeldecke auf minus 8,4 Grad.

Die für Kälte berüchtigten Jurahöhen brachten ebenfalls ansehnliche Minusgrade zustande. La Chaux-de-Fonds NE mass 11,1 Grad. La Brévine NE, das Sibirien der Schweiz, wurde mit minus 12,7 Grad seinem Ruf nicht gerecht. Nach MeteoSchweiz-Angaben verhinderte die Bise, dass sich die Kälte in dem Kessel richtig festsetzen konnte.

Spitzenwert in Samedan

Noch deutlich kälter als im Jura wurde es im Engadin, wo bei verbreitet minus 20 Grad klirrende Kälte herrschte. Einmal mehr wartete Samedan GR mit einem Spitzenwert von minus 24 Grad auf.

In Buffalora am Ofenpass sank die Quecksilbersäule auf minus 22,9 Grad. In der Zentralschweiz zeigte die Messstation des Elektrizitätswerks Schwyz auf der Glattalp denselben unbehaglichen Wert.

Kälte auch im Tessin

In Ulrichen VS -23,1 Grad, Stabio im Südtessin -10, Samedan, Buffalora und Chur wurden die tiefsten Temperaturen der aktuellen Saison gemessen. Kälterekorde brachen die Orte für diesen Winter allerdings keineswegs. Nach Angaben von MeteoSchweiz mass La Brévine bereits am 28. November minus 24,4 Grad.

Ungewöhnlich sind die Minusgrade im Dezember ebenfalls in keiner Weise. Nach den Statistiken der Meteorologen wird es in jedem zweiten Dezember derart kalt.

ht/sda