Dies erklärte Zapatero auf dem Iberoamerikanischen Gipfel in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo, wie die spanische Nachrichtenagentur EFE am Samstag berichtete. Die Wüstenbildung habe bereits 25 Millionen zum Verlassen ihrer Wohnorte gezwungen.
Im Jahr 2100 werde ein Drittel des Planeten keine Anbaufläche mehr bieten. «Auch wenn er unbestreitbar ein furchtbarer Feind ist, so ist der internationale Terrorismus nicht die einzige Bedrohung, vielleicht nicht einmal die grösste, der sich die Menschheit im 21. Jahrhundert gegenüber sieht», betonte der spanische Premier.
Hunger stehe an erster Stelle
An erster Stelle stehe der Hunger und die Armut in weiten Teilen des Planeten. Die Zahlen zeigten ein «skandalöses» Bild. 45 Millionen Menschen würden jährlich an Hunger und Unterernährung sterben, die Hälfte der Kinder der Welt lebe in Armut.
Der kolumbianische Präsident Álvaro Uribe dagegen meinte, der «grosse Feind» der freien Gesellschaften sei auf jeden Fall der Terrorismus. Unter Anspielung auf die Rebellenbewegungen in seinem Land betonte Uribe, das was die ETA in Spanien mache, sei nicht mit den Guerilla-Aufständen in Lateinamerika zu vergleichen.
Die Teilnehmer am Iberoamerikanischen Gipfeltreffen beglückwünschten sich, dass sich in ihren Ländern die Demokratie durchgesetzt habe. Zugleich gaben sie ihrer Besorgnis über die gespannte Lage in Haiti Ausdruck. Spanien wird Ende November eine Geberkonferenz für Haiti beherbergen.
