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Klima-Vorkonferenz in Genf: Was wird sie bringen?

Der informelle Rahmen bietet Chancen für Verhandlungslösungen.
Freitag, 16. Juli 2010
Die Schweiz organisiert diesen September ein Ministertreffen mit Blick auf die Weltklimakonferenz in Cancun. Laut dem BAFU bietet der informelle Rahmen Chancen für eine Annäherung unterschiedlicher Positionen.
Die Schweiz wolle den Prozess unterstützen, indem die verschiedenen Minister über die Fortführung und Finanzierung von Klima-Massnahmen in einer lockereren Atmosphäre sprechen könnten.

Damit lasse sich ein besseres Verständnis der Sicht der Partner und eine Basis für Fortschritte schaffen, erklärte der stellvertretende Schweizer Delegationsleiter José Romero vom Bundesamt für Umwelt.

Seit Jahresbeginn fanden bisher drei Verhandlungsrunden statt, allerdings in einem formellen Rahmen. Bis Oktober sind zwei weitere Sessionen in Bonn und Peking geplant. Für die heiklen und strittigen Punkte sind jedoch informelle Treffen wie in Genf im Beisein der Minister durchaus sinnvoll, so Romero.

Anschubfinanzierung bis 2012

Streitpunkt der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 war unter anderem die Finanzierung und Unterstützung der Entwicklungsländer. Mit dem «Copenhagen Accord» wurde vereinbart, per 2020 100 Milliarden Dollar für Klima-Massnahmen wie Technologietransfer und die Vermeidung von Entwaldung in den Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen.

Dabei sollen Mittel aus staatlichen wie auch aus privaten Quellen verwendet werden.

Gegenstand der momentanen Verhandlungen ist unter anderem die Anschubfinanzierung von insgesamt 30 Milliarden bis zum Jahr 2010 sowie die Architektur der langfristigen Finanzierung, wie Romero weiter ausführte.