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Kaum mehr Engpässe bei der Kehrichtverbrennung

Heizkraftwerk und Kehrrichtverbrennungsanlage Hagenholz bei Zürich.
Donnerstag, 15. Mai 2003
Bern - 430 Kilogramm Abfall haben Herr und Frau Schweizer 2002 pro Kopf produziert. Mit insgesamt 3,12 Millionen Tonnen ist die Abfallmenge somit ungefähr stabil geblieben. Noch muss ein kleiner Teil davon deponiert werden. Ab 2004 soll sich das ändern.
Mitte 2004 wird in Thun eine neue Kehrichtverbrennungsanlage KVA eröffnet. Damit sollten die Kapazitätsengpässe ein Ende haben, schreibt das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL zur Abfallstatistik 2002.

100 000 Tonnen Abfall wurden im letzten Jahr noch auf Deponien abgelagert, 10 000 Tonnen wurden zwischengelagert. Dies muss sich ändern, da in der Schweiz seit dem 1. Januar 2000 die Ablagerung auf Deponien verboten ist.

Die Regionen Tessin, Berner Oberland sowie Ob- und Nidwalden deponieren laut BUWAL heute noch erhebliche Anteile des brennbaren Kehrichts. Mit der Eröffnung des KVA Thun entfallen ab 2004 die Oberländer Abfalltransporte in die KVA der Mittelland- und Ostschweizer Kantone. Diese können dann mit den frei werdenden Kapazitäten ihre heute noch deponierten Abfälle verbrennen.

2001 fiel die Abfallmenge mit 3,14 Tonnen etwas höher aus als letztes Jahr. Die Menge des verbrannten Abfalls erhöhte sich aber 2002 um rund 80 000 Tonnen. In Zukunft rechnet das BUWAL damit, dass alle Abfälle verbrannt werden können. Gleichzeitig warnt das Amt aber vor Überkapaziäten. Diese kämen den Gebührenzahlenden teuer zu stehen.

In Zukunft dürfe nicht mit einer sinkenden Abfallmenge gerechnet werden, schreibt das BUWAL. Die mengenmässig bedeutsamen Sammlungen wie Altpapier und Altglas haben bereits recht hohe Recyclingquoten erreicht.

bsk/sda