Die Bahngesellschaft Eurostar riet Fahrgästen, ihre Reisen zu verschieben, wenn diese nicht unbedingt nötig seien. Bis Sonntag bleibe der Passagierverkehr «schwerwiegend gestört». Voraussichtlich erst am Montag laufe der Verkehr wieder normal.
Bis am Mittag wurden sämtliche Passagierzüge zwischen Paris und London gestrichen; ab dem Morgen verkehrten laut der Tunnel-Betreibergesellschaft Eurotunnel aber wieder Frachtzüge, die Lastwagen und Autos transportierten.
Hochwasser in Venedig erwartet
Eisige Temperaturen und starker Schneefall haben weite Teile Europas und Nordamerikas fest im Griff. Klirrende Kälte wurde nicht nur aus den Ländern nördlich der Alpen gemeldet, sondern auch aus Italien.
Dort bleiben die Fährverbindungen zu den Äolischen Inseln im Süden am Samstag eingestellt. Und selbst die Insel Sizilien richtete sich auf Schnee in höheren Lagen ein. Die Lagunenstadt Venedig erwachte nicht nur unter einer Schneedecke, sondern auch in Erwartung eines neuen Hochwassers.
Dutzende Menschen erfroren
Für die US-Bundesstaaten Virginia und Maryland sowie die Hauptstadt Washington wurden Schneesturm-Warnungen gegeben. In Virginia wurde bereits der Notstand ausgerufen.
Seit Beginn der Kältewelle sind in Europa bereits zwei Dutzend Menschen erfroren, die meisten in Russland. In einer verlassenen Pfadfinder-Schutzhütte im deutschen Rheinland-Pfalz wurde die Leiche eines 62 Jahre alten Mannes gefunden. In Polen kamen seit Donnerstag mindestens fünf Menschen ums Leben.
