Sie hatten 2006 während einer erfolglosen internationalen Suchexpedition nach dem vom Aussterben bedrohten Süsswasserdelfin Baiji Hunderte von Wasserproben genommen.
Die Wasserqualität des drittgrössten Flusses der Welt sei besser als allgemein angenommen, sagte EAWAG-Forscher Michael Berg bei der Vorstellung der Ergebnisse in Bern.
Die Schwermetallkonzentration sei sogar bedeutend tiefer, als vor dreissig Jahren im Rhein.
Enorme Wassermassen
Grund für den relativ niedrigen Schwermetallgehalt seien die enormen Wassermassen des Jangtse. Dies bedeute jedoch keineswegs Entwarnung, sagte Berg. Denn im Gegensatz zu den meisten Flüssen Europas nehme die Verschmutzung des Jangste weiter zu.
Besonders im Delta des Flusses bei Shanghai seien die Belastungen alarmierend hoch. 1500 Tonnen Stickstoff und bis zu 4,6 Tonnen Arsen fliessen laut den Forschern jeden Tag in das Ostchinesische Meer.
Nur durch weitreichende Schutzmassnahmen könnten in den kommenden Jahren die Trinkwasserversorgung und das Überleben von bedrohten Tierarten gesichert werden.
