«Isaac» hatte sich im Laufe des Mittwoch vom Hurrikan zum Tropensturm abgeschwächt. Das US-Hurrikanzentrum warnte jedoch vor weiteren lebensbedrohlichen Sturmfluten und Überschwemmungen. Die Bewohner wurden angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben.
Regenfälle halten an
Noch bis Freitag sei mit weiteren schweren Regenfällen zu rechnen, da sich «Isaac» nur sehr langsam fortbewege. Der Bürgermeister von New Orleans, Mitch Landrieu, verhängte eine nächtliche Ausgangssperre in der Stadt.
Die Behörden rechneten nicht damit, dass der Sturm New Orleans direkt treffen wird. Das Pionierkorps der US-Armee erklärte, die Deiche rund um die Stadt würden standhalten. Die Dämme waren nach dem verheerenden Hurrikan «Katrina» im Jahr 2005 angelegt worden.
«Katrina» hatte die Südstaaten-Metropole New Orleans vor sieben Jahren schwer getroffen. Die Stadt versank in den Fluten, in der Region kamen mehr als 1800 Menschen ums Leben.
Stromausfall
Nach Angaben des US-Energieministeriums fiel in mehr als 716'000 Haushalten im Süden der USA der Strom aus, nachdem Windböen mehrere Leitungen gekappt und Hochspannungsmasten gefällt hatten.
Die Erdölförderung im Golf von Mexiko wurde wegen des Sturms um fast 95 Prozent gedrosselt. «Isaac» sollte laut Hurrikanzentrum bis Donnerstag über Louisiana hinwegziehen und am Freitagmorgen den Süden des Bundesstaates Arkansas erreichen.
Derweil erreichte der Sturm «Ileana» vor der mexikanischen Pazifikküste Hurrikan-Stärke. Er bewege sich jedoch nicht auf Land zu, erklärte das Hurrikanzentrum. Binnen der kommenden ein bis zwei Tage werde der Sturm sich wieder abschwächen.
