Dem Präsidenten des indonesischen Roten Kreuzes, Marie Muhammad, zufolge sind etwa 10 000 Menschen obdachlos, Tausende sollen verschüttet sein. Über die Zahl der Verletzten lagen keine Informationen vor.
Viele Gebäude sind beschädigt
Etwa 80 Prozent der mehrstöckigen Gebäude in der Inselhauptstadt Gunungstoli sind nach Kallas Angaben beschädigt. Nach amtlichen Angaben wurden etwa 500 Häuser, nach anderen unbestätigten Berichten sogar bis zu 1000 Häuser zerstört.
Von den anderen Inseln westlich von Sumatra gibt es bisher keine Informationen über Schäden und mögliche Opfer. Wenige Minuten nach dem Seebeben war allerdings eine drei Meter hohe Flutwelle auf die Insel Simeuleu nahe der Provinz Aceh getroffen, wie ein indonesischer Militär mitteilte.
8,7 auf der Richterskala
Das Beben der Stärke von 8,7 auf der Richterskala ereignete sich Montagnacht Ortszeit in derselben Region, in der vor drei Monaten in Folge eines Bebens der Stärke 9,0 und Tsunamis mehr als 300 000 Menschen gestorben waren.
Die Erschütterungen durch das erneute Beben waren ausser in Indonesien auch in Malaysia, Singapur und selbst in Bangkok zu spüren gewesen. Aus diesen Ländern gab es aber bisher keine Berichte über Opfer. Indien, Malaysia und Thailand haben ihre Tsunami-Warnungen inzwischen aufgehoben.
