In einem am Samstag veröffentlichten Bericht der Weltbank wurden die Kosten für den Wiederaufbau in Aceh mit drei Mrd. Dollar beziffert; davon würden allein 1,4 Mrd. für Infrastruktur und Häuser ausgegeben; 900 Millionen gingen in soziale Bereiche.
'Nur' Zerstörtes wiederaufbauen
Mit den Projekten könne lediglich das Zerstörte wiederaufgebaut werden, aber nichts darüberhinaus entstehen, sagte der Autor des Berichts, Wolfgang Fengler. Es gebe Finanzierungslücken beim Strassen- und Häuserbau sowie im Umweltbereich.
Für Aceh und die Insel Nias gingen bislang 500 Mio. Dollar an staatlichen Geldern bei der Weltbank ein, wie die indonesische Nachrichtenagentur Antara unter Berufung auf einen Weltbank-Vertreter meldete.
Hilfe nicht immer gut verteilt
Nach Einschätzung der britischen Hilfsorganisation Oxfam kam die Hilfe für die Opfer der Tsunami-Katastrophe nicht immer bei denen an, die sie am nötigsten gebraucht hätten. Die Hilfsleistungen hätten sich in manchen Fällen "auf Landbesitzer, Geschäftsleute und andere wichtige Leute konzentriert, statt den Armen zugute zu kommen".
Durch die Katastrophe im Indischen Ozean am 26. Dezember und die folgenden Flutwellen kamen allein in der Provinz Aceh über 131 000 Menschen ums Leben, rund 30 000 werden noch vermisst. 450 000 Menschen wurden obdachlos. Nias wurde im März noch einmal von einem schweren Erdbeben erschüttert; 900 Menschen starben.
