Die Ureinwohner im Nordosten des Landes protestieren seit Monaten gegen mehrere Dekrete von Präsident Alan Garca, mit denen die Regierung die Erschliessung des Gebiets etwa für Erdölbohrungen, Abholzungen und Landwirtschaft erleichtern will. Die Indianer hatten befürchtet, dass damit die Umwelt und ihr Lebensraum zerstört werde.
In der Umgebung der Stadt Bagua war es Anfang Juni zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei starben nach offiziellen Angaben mindestens 34 Menschen, darunter 25 Polizisten und neun Ureinwohner. Vertreter der Ureinwohner sprachen indes von bis zu 30 getöteten Amazonas-Bewohnern, deren Leichen zum Teil beiseite geschafft worden seien.
Der UNO-Sonderbeauftragte für indigene Völker, James Anaya, forderte eine Untersuchung der blutigen Auseinandersetzungen durch eine unabhängige Kommission.
