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Indien: Zehntausende von der Aussenwelt abgeschnitten

Die Bewohner wurden von den Regenfällen überrascht. (Bild: Archiv)
Samstag, 22. Oktober 2005
Kolkata - Rund 50 000 Menschen sind nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen im Osten Indiens von der Aussenwelt abgeschnitten.
Mindestens zehn Menschen kamen wegen des Unwetters bislang nach offiziellen Angaben ums Leben.

Hunderttausende seien zudem davon bedroht, obdachlos zu werden, da in einer Region zwei grosse Flüsse kurz davor ständen, über die die Ufer zu treten, teilten die Behörden mit.

«Die Situation ist schlimm in vier Bezirken», betonte der Finanzminister des Bundesstaats West Bengal, Asim Dasgupta. Die Regenfälle überraschten die Bewohner der Region, da die Monsun-Zeit eigentlich schon vorüber war.

Abwasserkanalsystem zusammengebrochen

Auch in der Handelsmetropole Kolkata, dem einstigen Kalkutta, sorgten Regenfälle den zweiten Tag in Folge für Überschwemmungen nachdem das Abwasserkanalsystem der Stadt zusammengebrochen war.

Viele Menschen warteten durch das hüfttiefe Wasser oder benutzten Boote, um sich in den Strassen fortzubewegen.

Während der Monsun-Saison starben in diesem Jahr im Westen Indiens mehr als 1000 Menschen durch Schlammlawinen und Überschwemmungen.

rr/sda