Dank der guten Wetteraussichten droht dies nicht unmittelbar. Trotzdem werden schon nächste Woche, wenn das Feuer gelöscht ist, erste Schutzmassnahmen ergriffen, wie Brigger sagte. Zuerst werden die noch stehenden Baumstämme gefällt und quer zum Hang gelegt.
«Wir werden vor allem Nadelbäume fällen» sagte Brigger. Vier von zehn Laubbäume schlügen nach einem Waldbrand wieder aus, wodurch der Boden stabilisiert würde.
Auch über die Installation eines Schutznetzes denken die Forstexperten nach. Dieses würde die Kantonsstrasse auf 200 Metern sichern. Mittelfristig könnten laut Brigger auf dem Kamm des abgebrannten Hangs Lawinenverbauungen installiert werden. Sprengungen zum Abbruch instabiler Geländeteile sind dagegen vorerst nicht geplant.
Kampf gegen Glutnester
Noch ist es aber zu früh für Schutzmassnahmen: Auch am Donnerstag bekämpften rund 70 Feuerwehrleute und drei Helikopter die Glutnester im Waldbrandgebiet. «Die Situation hat sich im Laufe der Nacht verbessert», sagte Renato Kalbermatten, Sprecher der Kantonspolizei Wallis.
Wie schon in der Nacht zuvor wurde ein Super-Puma für die Löscharbeiten eingesetzt. Der Helikopter war allerdings nur rund eineinhalb Stunden in der Luft. «Die gegenwärtige Lage machte einen längeren Einsatz nicht nötig», sagte Kalbermatten. Die Löscharbeiten dauern nach seiner Einschätzung aber noch Tage oder Wochen.
Am Donnerstagmorgen waren im Waldbrandgebiet keine offenen Feuer mehr sichtbar, an vielen Orten schwelte der Brand aber weiter. Die Glutnester werden mit Wärmebildkameras aufgespürt, was den Löschmannschaften einen präzisen Löscheinsatz erlaubt.
