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In Aceh wächst die Hoffnung auf Frieden

Kehrt in der Region Aceh endlich Frieden ein?
Sonntag, 23. Januar 2005
Banda Aceh - In Indonesien wächst die Hoffnung auf neuerliche Friedensgespräche zwischen der Regierung und den muslimischen Rebellen in der Katastrophenprovinz Aceh.
Aussenminister Hassan Wirajuda gab vorige Woche Pläne für entsprechende Beratungen noch in diesem Monat bekannt. Ungeachtet dessen setzte das indonesische Militär seine Offensive gegen die Bewegung freies Aceh GAM fort und tötete nach eigenen Angaben seit der Flutwelle 208 Rebellen.

Derweil bereitet der finnische Ex-Präsident Martti Ahtisaari als neutraler Vemittler Friedensverhandlungen zwischen der Regierung Indonesiens und den Rebellen in der Provinz Aceh vor. Dies wurde vom finnischen Aussenminister Erkki Tuomioja in Helsinki bestätigt.

Opferzahl steigt weiter an

Auch vier Wochen nach der Flutkatastrophe steigt die Opferzahl weiter an. Das indonesische Gesundheitsministerium korrigierte die Zahl der Toten um mehr als 7000 auf rund 174 000 nach oben.

Damit starben durch das Jahrhundert-Desaster rund um den Indischen Ozean mindestens etwa 228 000 Menschen. Derweil wird ein Abzug des für humanitäre Hilfe eingesetzten ausländischen Militärs in den Krisengebieten bis zum 26. März immer wahrscheinlicher.

Die Phase der Nothilfe in der schwer betroffenen indonesischen Provinz Aceh ist nach Darstellung der Regierung nahezu abgeschlossen. Der Einsatz ausländischer Truppen sei daher nicht mehr erforderlich.

Wie wichtig sind US-Helis?

Ich glaube, es ist nur logisch, dass nicht nur die Amerikaner sondern auch die Truppen aus Singapur reduziert werden, sagte der indonesische Sozialminister Alwi Shihab.

Er widersprach damit Vertretern der Vereinten Nationen, nach deren Worten die US-Militärhelikopter nach wie vor eines der wichtigsten Instrumente zur Verteilung der Hilfsgüter seien. Vor allem an der verwüsteten Nordspitze Sumatras müssten tausende Überlebende mit wenig oder gar keiner Hilfe auskommen.

rp/sda