«Nicht nur die Nahrungsmittelkrise selbst kostet viele Menschen in Kenia das Leben. Durch sie verschärfen sich auch gewaltsame Konflikte dramatisch», sagte Gezaghn Kebede, Oxfam-Koordinator in Kenia.
Einige Clans sind mit ihren Herden aus dem trockenen Nordosten bereits ins grünere Hochland gezogen. Hirten vom Stamm der Massai weiden ihre Herden mittlerweile auf Grünflächen und sogar Friedhöfen in der Hauptstadt Nairobi.
Offiziell bisher 40 Menschen verhungert
Nach offiziellen Angaben sind bislang 40 Menschen in Kenia verhungert. Hilfsorganisationen rechnen jedoch mit weitaus höheren Todeszahlen. In einigen Gebieten sind nach Oxfam-Informationen gut ein Drittel der Kinder stark unterernährt.
Die Regierung steht wegen des schlechten Zustands der Strassen in der Kritik, da die Versorgung der betroffenen Gebiete trotz guter Ernten in anderen Landesteilen nur mit grossem Aufwand möglich ist.
«Diese Hungersnot ist zum Teil sicher auch hausgemacht», sagte ein westlicher Diplomat. «Die Ineffizienz der Verwaltung verschlimmert die Katastrophe noch.»
