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Hunderttausende fliehen vor nahendem Zyklon im Golf von Bengalen

Sidr soll Windstärken von bis zu 220 Stundenkilometern erreichen.
Donnerstag, 15. November 2007
Dhaka - Ein herannahender Wirbelsturm hat in Bangladesch und Indien hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben.
Der tropische Zyklon Sidr sollte nach Angaben von Meteorologen im Laufe des Tages mit heftigen Niederschlägen auf die Küstengebiete im Golf von Bengalen treffen.

Mit Megaphonen ausgerüstete Freiwillige hätten die Menschen in den Dörfern aufgerufen, sich in Notunterkünfte zu begeben, sagte der Verwaltungschef des bangladeschischen Bezirks Chittagong, Asraf Shameen.

Allein in dem Ort Khulna wurden 250'000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Behörden legten Vorräte mit getrockneter Nahrung an, Armee und Marine wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Arme Bevölkerung in Gefahr

Der Flughafen und der Hafen von Chittagong wurden vorsorglich geschlossen, Fischerboote durften nicht ausfahren.

Besonders gefährdet war demnach die grösstenteils arme Bevölkerung der Inseln im Distrikt Barisal. Die dortigen Hütten aus Blech, Bambus und Stroh würden dem Sturm nicht standhalten.

Auch im benachbarten indischen Staat West-Bengalen wurden Dörfer evakuiert. Der Sturm hat nach Angaben der Meteorologen einen Durchmesser von 500 Kilometern und bringt eine sehr hohe Wolkenwand mit sich.

rr/sda