Grund zu dem Appell bildet die seit Jahren zurückgehende Holzernte. Den Angaben zufolge ist das Rundholzangebot besonders bei der Fichte auf besorgniserregend tiefem Niveau. Die Nadelholzernte ging von 2004 bis 2011 um rund ein Fünftel zurück.
Die Entwicklung ist auf eine sinkende Ernteintensität zurückzuführen und auf die laufend abnehmende bewirtschaftete Waldfläche.
«Naturschutz übergewichtet»
Nationalrat und Sägereibesitzer Jean-François Rime SVP/FR machte die politischen Rahmenbedingungen für den rückläufigen Holzeinschlag verantwortlich. Die massive Übergewichtung des Naturschutzes verhindere eine nachhaltige Nutzung. Problematisch sei auch die starke Förderung von Laub- zulasten des stärker nachgefragten Nadelholzes.
Hansruedi Streiff, Direktor des Verbands Holzindustrie Schweiz, wies auf die schwindende Fläche an bewirtschaftetem Wald hin. Nur noch 48 Prozent der Waldfläche seien bewirtschafteter Nadelwald. Waldreservate dürften keinesfalls weiter ausgedehnt werden.
Vertreter von Holzenergie-Firmen und der Papierindustrie unterstrichen, die Versorgungssicherheit beim einheimischen Rohstoff Holz sei nicht ausreichend.
